Wie das Kinderbuch „Die Vogelinsel“ entstanden ist

Das Buch ist aus vielen kleinen Puzzleteilen entstanden:

Die Geschichte spielt ja in einem kleinen Dorf an einem Fluss. Irgendwo in Norddeutschland. Und in diesem Fluss gibt es die Vogelinsel. Und auf dieser Vogelinsel vermutet Hinnerk ein weißes Haus, indem sein Vater (den er sucht) leben könnte. Er freundet sich mit Paul an. Sie treffen sich an ihrem Lieblingsplatz. Dem Glockenturm einer alten Kirche. Dem Platz, an dem auch Falken nisten... . 

Nun lebe ich hier in Ritterhude an vielen Flüssen. Da ist die Hamme, die Wümme und die Weser. Und die Weser hat eine Insel. Sie heißt aber nicht Vogelinsel, obwohl viele Vögel auf ihr leben.

Auf der Weserinsel kam mir die Idee: sie hat ein einsames, weißes Haus, an dem ich immer stehen blieb. Ich dachte oft an dieses Haus. Ich kam auf einen Jungen, Hinnerk, der dieses Haus sucht. Hinnerk war ein Freund meiner Kindheit. Der Name ist plattdeutsch und heißt Heinrich. 

Da Vögel mich anziehen, war ich schnell bei Falken, die eine Rolle spielen sollten. Ich lernte einen Falkner kennen, der seine Falken liebte und sie in seinem Garten hielt. 

Ich fand heraus, dass Falken zum Teil heute noch in Kirchtürmen hausen (Turmfalken!).

Ich wollte sie dort beobachten und stand auf dem Dachboden eines alten Kirchturmes. Da sah ich ein altes Uhrwerk und auf dem nächsten Dachboden hing die Glocke zwischen alten Balken. In den Balken waren Buchstaben und Jahreszahlen eingeritzt. Außen am Turm nisteten Falken.

Hier könnten Hinnerk und Paul sich treffen, dachte ich… .